Problem Mikronährstoffmangel
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Information für Schnell-Leser
80% der Bevölkerung nehmen noch nicht einmal den Minimalbedarf an Vitaminen, der zur Verhinderung von Mangelerscheinungen nötig ist, mit der Nahrung zu sich. Aber offizielle Stellen beschönigen das Problem nach wie vor.
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Die folgende Passage ist aus dem Buch von Andreas Jopp, "Risikofaktor Vitaminmangel", entnommen.
Mikronährstoffmangel ist kein Einzelfall Was glauben Sie: Decken Sie Ihren Minimalbedarf an Vitaminen? Wie die meisten Menschen werden Sie diese Frage mit ja beantworten.
Wie sieht die Realität aus? Studien mit über 80.000 Teilnehmern aus Deutschland, Frankreich und den USA, in denen das Einkaufs- und Ernährungsverhalten untersucht wurde, zeigen, dass 80% der Bevölkerung noch nicht einmal den Minimalbedarf an Vitaminen, der zur Verhinderung von Mangelerscheinungen nötig ist, mit der Nahrung zu sich nehmen.
Vielleicht gehören Sie zu den 20%, die durch eine außergewöhnlich gesunde Ernährung diesen Minimalbedarf abdecken. Selbst dann werden Sie aber durch die Ernährung mit unseren heutigen Lebensmitteln auf keinen Fall eine optimale Vitaminversorgung erreichen, wie sie zur Vorbeugung von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen notwendig wäre.
Was bedeutet überhaupt Minimalzufuhr? Was zeigen die Studien zum Ernährungsverhalten eigentlich? Was können Sie für sich daraus entnehmen?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt extrem niedrige tägliche Zufuhrempfehlungen (Referenzwerte) für Vitamine und Mineralstoffe zur Vermeidung von Mangelerscheinungen. Diese Mengen sollten von allen Teilen der Bevölkerung mit den Nahrungsmitteln erreicht werden. Dieser Minimalbedarf stellt das untere Limit, sozusagen ein Vitamingrundrecht dar. Er schließt nicht einen erhöhten Verbrauch durch besondere Belastungen wie Alter, Wachstum, Schwangerschaft, Krankheit, Zigaretten- und Alkoholkonsum oder Medikamente mit ein.
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Hoher Mikronährstoffmangel in der Bevölkerung:
Die fünf großen Verzehrstudien aus drei hoch entwickelten Ländern zeigen, dass trotz der niedrig angesetzten Minimalwerte der Großteil der Bevölkerung mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen unterversorgt ist. Wie sieht die Versorgung genau aus? An der Nationalen Verzehrstudie in der BRD (Vera) nahmen zwischen 1985 und 1989 23.000 repräsentativ ausgewählte Verbraucher teil. Bei Frauen zwischen 19 und 35 Jahren besteht danach
- bei 49% ein Mangel an Vitamin C
- bei 66% an Vitamin B12
- bei 99% an Folsäure
- bei 76% an Vitamin B6
Bei Folsäure, Zink, Jod und Calcium kommt kaum ein Bundesbürger auf die ohnehin niedrigen Minimalwerte, welche die DGE empfiehlt. Für Selen wird gar nicht erst ein Richtwert angesetzt. Er wäre mit der Ernährung in Deutschland durch die selenarmen Böden ohnehin nicht zu decken. Der deutsche Stoffwechsel und das Immunsystem verhungern an vollen Töpfen.
Mehr Informationen:
Risikofaktor Vitaminmangel
Andreas Jopp, Haug Verlag,
ISBN 3-8304-2077-3

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