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Gesunde Ernährung, Nahrungsergänzung, Vitamine, Mineralstoffe

 
 
Ernährung.
 
Sammelbegriff für eine Gruppe fettlöslicher Vitamine(Steroide), die im eigentlichen Sinn den Hormonen zuzuschreiben sind. Sie können vom menschlichen Organismus in der Haut durch Sonneneinstrahlung gebildet werden. Das in der Haut durch Sonneneinstrahlung gebildete Vitamin ist das Vitamin D3 oder auch Cholecalciferol.

Vitamin D ist für die Regelung des Calcium- und Phosphor-Pegels im Blut zuständig.


Vitamin D1 ist eine Verbindung von Vitamin D2 und Lumisterin. Biologisch wichtig sind die Vitamine D2 (Ergocalciferol) und D3 (Cholecalciferol). Vitamin D4 ist eine gesättigte Form von Vitamin D2.


Eine Besonderheit des Vitamin D ist, dass es bei ausreichender Sonneneinstrahlung (UV-B) vom Menschen in der Haut synthetisiert werden kann und deshalb im eigentlichen Sinne kein Vitamin darstellt. Aufgrund seiner endogenen Synthese und der Tatsache, dass seine Wirkung neben dem Syntheseort auch andere Gewebe betrifft, weist Vitamin D auch hormonalen Charakter auf.


Aufgabe/Funktion
Cholecalciferol ist für die Einlagerung des Calciums in die Knochenmatrix wichtig. Eine Unterversorgung mit Vitamin D kann das Krankheitsbild Rachitis auslösen. Dabei ist in den Knochen nicht genug Calcium eingelagert worden, so dass sie in Folge des menschlichen Gewichts biegen und brechen können. Daneben sind eine Vielzahl von Funktionen im Immunsystem bekannt.


Nur wenige Nahrungsmittel enthalten Vitamin D. Es findet sich in Lebertran und -öl, Hering und Eigelb. Besonders reiche Vitamin D-Quellen (μg/100g)

Lebertran 330
Dorschleberöl 210
Hering 31
Lachs 16
Sardine 7,05
Kalbfleisch 3,8
Hühnerei 3,5
Leber (Rind) 1,7
Leber (Geflügel) 1,3
Kabeljau 1,3
Sahne 1,1
Kuhmilch 0,08



Der Bedarf von Erwachsenen beträgt 5 µg/Tag. Bei Kindern, Schwangeren und Stillenden steigt er auf 10 µg/Tag. Im Sommer liegt der Referenzbereich für 25- OH-Vitamin D3 bei 20- 120 µg/l, während im Winter Konzentrationen von 10- 60 µg/l angegeben werden.

Die o.g. Werte sind die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Andere Quellen empfehlen deutlich höhere Dosen, z.B. 1000-5000 IE/d (Quelle: http://cholecalciferol-council.com).

Vergleichswert körpereigene Produktion bei kurzem Aufenthalt in der Sommersonne: 20000 IE. Von daher scheinen auch die o.g. Werte zur "Überdosierung" fraglich.

1000 IE sind 25 µg.


Mangelerscheinungen (Hypovitaminose)
Ein Mangel an Vitamin D kann bei jungen Menschen zu Rachitis und bei alten zu Osteomalazie führen.

Insbesondere in den Herbst/Winter/Frühjahrs-Monaten ist in europäischen Breitengraden von zunehmendem Vitamin-D-Mangel auszugehen, weil durch den niedrigen Sonnenstand (bzw. Bewölkung) kein UV-B durch die Atmosphäre dringt.


Überdosierung (Hypervitaminose) ist sehr selten.
In der Praxis hat der menschliche Körper enorme Speicherfähigkeiten für Vitamin D und übliche Nahrungsmittel und Vitaminpräparate korrekter Zusammensetzung enthalten viel zu wenig, um eine Überdosis jemals unter normalen Umständen und Dosen auftreten zu lassen. Die sog. "Stoß-Therapie" beinhaltet sogar die Aufnahme einer Dosis des über tausendfachen der empfohlenen Tagesdosis einmal alle paar Monate und selbst dabei wird oft eine Normalisierung der Vitamin-D3-Pegel im Körper nicht erreicht.