Die Bioverfügbarkeit ist eine Messgröße für den Anteil eines Stoffes, der unverändert im systemischen Kreislauf zur Verfügung steht. Sie gibt an, wie schnell und in welchem Umfang der Stoff (meistens Arzneistoff) resorbiert wird und am Wirkort zur Verfügung steht.
Bei Arzneimitteln, die intravenös verabreicht werden, ist die Bioverfügbarkeit definitionsgemäß 100%. Die absolute Bioverfügbarkeit gibt die Bioverfügbarkeit einer auf beliebige Weise applizierten (z. B. peroral) Substanz im Vergleich zur intravenösen Gabe an. Die nach oraler Gabe beobachtete Bioverfügbarkeit nennt man auch orale Bioverfügbarkeit. Die relative Bioverfügbarkeit vergleicht eine Darreichungsform mit einer anderen Dareichungsform (z.B. eine Tablette mit einer Lösung).
Bei Nahrungsergänzungsmitteln ist es wichtig, was auf der Zellebene vom Wirkstoff ankommt und nicht, was im Ausgangsprodukt vorhanden ist.
Bei Tabletten und Kapseln liegt die Aufnahme in den Körper schon allein aufgrund der Darreichungsform meist bei unter 15-20%
Hervorragende Aufnahmeformen sind hier z.B. nanomicellierte Formen von fettlöslichen Stoffen. Damit kann die Aufnahme fettlöslicher Stoffe (z.B. fettlösliche Vitamine, Q10, Omega 3 Fettsäuren, Lutein) um das 3-10 fache gesteigert werden und liegt dann bei fast 90%