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Depressionen

Vertreiben Sie mit Mineralien und Vitaminen die Schatten von Ihrer Seele

Trauer, die sich auf die Seele legt — jeder zehnte Deutsche hat mindestens einmal im Leben einen schweren depressiven Anfall, rund vier Millionen Menschen leiden an chronischen Depressionen. Oft werden diese nicht richtig behandelt — dabei kann Sie die richtige Ernährung schon vor dem Abrutschen in die traurigen Gefühle schützen.

Es gibt viele verschiedene Auslöser für Depressionen — aber oft nur eine Ursache. Das ist eine genetische Veranlagung, ein Gen, das defekt ist. Dieses Gen ist hochanfällig für Stress. Wie viel Stress Sie vertragen können, wenn Sie diesen Gendefekt haben, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Aber irgendwann können Sie mit dem Stress nicht mehr umgehen. Es kommt zu einer Störung im Gehirn. Diese bewirkt, dass der Botenstoff Serotonin nicht mehr weitergeleitet wird.

Serotonin ist ein wichtiger Gradmesser für Ihre Stimmung

Nur wenn ausreichend Serotonin vorhanden ist, haben Sie gute Laune. Bei Menschen, die Depressionen haben, lässt sich per Blutbild nachweisen, dass der Serotoningehalt im Blut rund 50 % niedriger ist als bei gesunden Menschen. Das kann daran liegen, dass einfach zu wenig Serotonin gebildet wird. Meist aber ist ein anderer Grund ausschlaggebend: Durch den Gendefekt kann das Serotonin den synaptischen Spalt, die Lücke zwischen zwei Nervenzellen, nicht überwinden. Bevor es also seine Botschaft (zum Beispiel „gute Laune") an die nächste Nervenzelle weitergeleitet hat, ist es abgebaut worden. Teilweise wird es auch von der Nervenzelle, aus der es stammt, wieder aufgenommen. Sie haben also gar keine Chance, gute Laune zu bekommen.

Mittlerweile gibt es Antidepressiva, also Medikamente gegen Depressionen, die in der Lage sind, das Serotonin länger im synaptischen Spalt zu halten so lange, bis es seine Botschaft weitergeben konnte.

Antidepressiva: Wann sie wirklich nötig sind

Nun stehen viele Menschen Antidepressiva kritisch gegenüber. Sie haben Angst vor Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Benommenheit oder Persönlichkeitsveränderung und unternehmen lieber gar nichts.

Wenn Sie meine Meinung wissen wollen: Bei einer leichten Depression gibt es genügend Wege, wie Sie es ohne Medikamente schaffen können. Diese Wege werde ich Ihnen gleich aufzeigen. Aber eine schwere Depression ist eine ernst zu nehmende Krankheit. Der Stoffwechsel in Ihrem Gehirn ist gestört. Jede Depression verändert zudem die Konzentration von Stresshormonen im Blut. Das Hauptstresshormon Cortisol, das auch bei Depressionen ausgeschüttet wird, zerstört das Gehirn, besonders im Hippocampus. Dadurch werden Sie wiederum noch stressanfälliger — und rutschen weiter in die Depression hinein. Nach und nach werden immer mehr Nervenzellen im Hippocampus vernichtet, und die depressiven Schübe folgen immer schneller aufeinander. Daher sollten Sie bei schweren Depressionen lieber Antidepressiva nehmen, um diesen Teufelskreis zu stoppen. Welches Antidepressivum für Sie geeignet ist, muss allerdings der Arzt entscheiden.

Antidepressiva können Nervenzellen wachsen lassen

Solche Antidepressiva, die gleichzeitig als Serotonin-Wiederaufnahme hemmer dienen, haben noch einen Vorteil. Eine Studie der Columbia University in New York aus dem Jahr 2003 hat ergeben, dass bei Menschen, die ein gutes Antidepressivum nehmen und so ihre schweren Depressionen in den Griff bekommen, die zerstörten Nervenzellen im Hippocampus wieder nachwachsen. Die Anzahl der Zellen in dieser Gehirnregion steigt dann um etwa 60 %.

8 Nährstoffe, die Sie aus der Depression holen

Nicht nur Serotonin, auch andere Nervenbotenstoffe haben einen Einfluss auf Ihre Gefühlswelt und darauf, wie gut Sie Stress verarbeiten können. Ihr Körper kann Nervenbotenstoffe aber nicht einfach so aufbauen. Er braucht dazu Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiß, um die Grundbausteine zusammenzuhalten. Sie wirken in unterschiedlicher Form auf Ihren Körper.

1 Eiweiß in Kombination mit Vitamin B: Ihre Laune bleibt gut. Fehlt Ihnen Eiweiß, dann kann Ihr Körper einen Großteil der Nervenbotenstoffe nicht bilden. Denn gerade Eiweiß liefert viele Aminosäuren, die er dafür braucht. Daher sollte Ihr Eiweißspiegel im Blut immer bei oder sogar über 8 g/dl liegen. Aber Eiweiß kann nur gut in Zusammenhang mit zwei B-Vi-taminen wirken. Vor allem für die Bildung von Serotonin, Ihrem Gute-Laune-Stoff Nummer eins, dürfen Sie diese Vitamine nicht vernachlässigen. B3 und B6 sind sehr wichtig, um Tryptophan in Serotonin umzuwandeln. Sie brauchen pro Tag 9 bis 15 mg B3, und 1,8 mg als Mann bzw. 1,6 mg als Frau müssen Sie täglich an Vitamin B6 ZU sich nehmen.

2 0mega-3-Fettsäuren: Depressionen ade! Omega-3-Fettsäuren erhöhen die Leitfähigkeit der Botenstoffe im Gehirn. Dadurch können diese besser weitergegeben werden. Zudem stimulieren sie Hormone, die für Ihre gute Laune wichtig sind. Dreimal pro Woche sollten Omega-3-reiche Lebensmittel auf Ihrem Speiseplan stehen.

So bekommen Sie die Nährstoffe, die Ihr Gemüt aufheitern

Nährstoff Tagesbedarf enthalten in
Vitamin B3 9 bis 15 mg 200 g Pfifferlingen, 400 g Erbsen
Vitamin B6 Frauen: 1,6 mg; Männer: 1,8 mg 240 g Naturreis, 400 g Bananen, 300 g Avocado
Eiweiß 13 bis 17 g Kartoffeln, Quark, Eiweiß, Linsen
Omega-3-Fettsäuren 3 Portionen Fisch pro Woche fettem Seefisch wie Makrele oder Lachs

3 Kalzium: Stärken Sie Ihre Nerven. Ein Kalziummangel im Blut hat gravierende Folgen auf Ihre Stimmung: Ihre Nerven liegen blank. Sie sind erregbar, nervös, unruhig und geraten schnell in Zorn. Zudem verschlimmern sich Ängste. Stehen Sie unter Stress, können Sie einen Kalziummangel übrigens selbst verschulden — durch das stresstypische flache, schnelle Einatmen. Das raubt Ihnen das Kalzium im Blut. Denken Sie daran, wenn Sie unter Druck stehen: ruhig ausatmen, ausatmen, ausatmen. Pro Tag brauchen Sie 800 bis 1.200 mg Kalzium.

4 Magnesium: Streicheln Sie Ihre Seele. Kennen Sie den Stoff Lithium? Er wird manisch-depressiven Menschen gegeben; es ist die übliche Therapie, um diese Erkrankung in den Griff zu bekommen. Studien haben mittlerweile gezeigt, dass 480 mg Magnesium, pro Tag die gleiche Wirkung hat. Wir wissen heute nämlich, dass Magnesiummangel nicht nur die innere Unruhe erhöht und Sie reizbar macht, sondern auch Depressionen zur Folge haben kann. Magnesium ist in der Lage, emotionalen Stress abzumildern, und hält so Ihre Seele fröhlich.

5 Selen glättet schwankende Gemütswogen. Aktive Schilddrüsenhormone verdanken Sie Selen. Es aktiviert ein Enzym mit Namen Typ-I-Jodthyronin-5-Dejodase. Dieses wandelt das Schilddrüsenhormon Thyroxin in seine biologisch aktive Form, das Trijod-Thyronin, um. Haben Sie genug solcher Schilddrüsenhormone im Blut, verschwinden depressive Stimmung, Antriebslosigkeit und Erschöpfung. Wissenschaftler der Charité in Berlin haben festgestellt, dass Schilddrüsenhormone während depressiver Anfälle düstere Emotionen bekämpfen. Halten Sie Ihren Selenspiegel hoch, täglich mit 20 bis 100 µg, haben Sie automatisch genug dieser Depressions-Verhinderer im Blut.

6 Zink: Ein Helfer gegen die Schatten auf der Seele. Zink ist Mangelware bei Menschen, die unter Depressionen leiden — das kann man mit Blutuntersuchungen nachweisen. Anders- herum: Wenn Sie genügend Zink haben, kann eine Depression gar nicht erst entstehen. Denn Zink beeinflusst die Enzyme, die für den Zusammenbau der Nervenbotenstoffe benötigt werden. Fehlt Ihnen Zink, merken Sie das sofort an Reizbarkeit, trüber Stimmung und erhöhter Aggressionsbereitschaft. Sie sollten jeden Tag 10 bis 20 mg Zink zu sich nehmen.

7 Jod hält Ihre Stimmung hoch. Auch Jod ist unerlässlich, wenn Ihre Schilddrüsenhormone ausreichend gebildet werden sollen. Fehlt es, kommt es zum Stimmungstief. Zwar sind Sie in guter Gesellschaft, denn 92 % aller Deutschen haben einen zu geringen Jodspiegel — aber man muss ja nicht immer zur Mehrheit gehören, oder? Daher nehmen Sie täglich 150 µmol Jod zu sich.

8 Mangan ist in vielen körpereigenen Enzymen enthalten. Diese werden gebraucht, um die Nervenbotenstoffe zu bilden. Daher schlägt Ihnen ein Manganmangel sofort auf die Stimmung. Nehmen Sie täglich 6 mg Mangan zu sich, sind diese depressiven Erscheinungen bald vergessen.

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